Klavierbau

Im Klavierbau reicht das Arbeitsgebiet vom Klavierstimmen über kleine Mechanikrevisionen bis zur vollständigen Restauration oder Neubau. Dies braucht viel Erfahrung und ein umfassendes Wissen über die verschiedenen Bauweisen und Philosophien der jeweiligen Klavierhersteller. Das Gefühl für das Instrument muss vorhanden sein. Mit viel Geduld und Ausdauer schulen Klavierbauerinnen und Klavierbauer beim Stimmen ihr Gehör. Dazu gehört eine umfassende klangliche Beurteilung des Instrumentes, um die Intonation den Bedürfnissen des Kunden anpassen zu können. Bei Mechanikrevisionen werden die Klaviatur und die Mechanik auf Abnützung überprüft und dabei die entsprechenden Teile ersetzt oder hergestellt. Das Regulieren der Spielart erfordert viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, um dem jeweiligen Fabrikat gerecht zu werden. Als eines der wichtigsten Mechanikteile ist der Hammerkopf zu nennen. Für den Klang des Instrumentes trägt er eine Hauptverantwortung. Je nach Beschaffenheit des Hammerkopffilzes d.h. in Festigkeit, Elastizität, Form und Grösse, wird das gewünschte Klangresultat erreicht. Arbeiten am Klangkörper sind bei grossen Restaurationen erforderlich. Er besteht aus Holzraste, Gussplatte, Resonanzboden und Besaitung. Herzstück ist der Resonanzboden, der aus ausgesuchter Fichte hergestellt wird. Auf ihm liegen die Stege, welche die Schwingungen der Saiten auf den Resonanzboden übertragen. Die Klavierbauerinnen und Klavierbauer lernen die Reparaturen an Resonanzboden und Stege nach neusten Erkenntnissen des Klavierbaus.

Anhand von technischen Zeichnungen und praktischen Arbeiten erwerben sie das Wissen, ein Klavier neu zu bauen und die verschiedenen Zusammenhänge zur optimalen Klanggestaltung zu verstehen.

Klavierbauer
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